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Die Geschichte des Ordens der Karmeliten

Treffpunkt zwischen Ost und West 

Seinen offiziellen Namen verdankt dieses Haus einigen spirituellen und geschichtlichen Wesensmerkmalen des Ordens der Brüder der seligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel, der unter dem Namen Karmeliten bekannt ist und seit über acht Jahrhunderten als Gemeinschaft in der Kath Kirche besteht.

Der Karmelitenorden ist auf dem Berg Karmel in Palästina entstanden und wurde zwischen 1206 und 1214 durch den Patriarchen Albert von Jerusalem erstmals offiziell anerkannt, "Er vereinigte sie zu einem Kollegium" und gab ihnen eine Regel, die noch immer die wesentlichen Elemente ihres Vorhabens, "in der Nachfolge Jesu Christi zu leben", enthalt (?). Die Karmeliten haben so in der Kirche von Jerusalem ihren Ursprung, hier haben sie ihre Verfassung erhalten und sich von dort aus als Folge der Kreuzzüge in das Hl. Land über die ganze Weit ausgebreitet. Über viele Jahrhunderte haben sie in der Liturgie den Ritus vom III. Grab befolgt.

Die erste Einsiedlergemeinschaft der Karmeliten lag an der Pilgerstraße, die von Akko nach Jerusalem führte. Über viele Verzweigungen war sie mit der berühmten Via Fracigena verbunden, die wiederum Rom mit den wichtigsten Wallfahrtsstätten dieser Zeit verband: Saint Michel in Frankreich, Santiago de Compostella in Spanien, und San Michele auf dein Gargano in Apulien. Die Aufnahme von Pilgern war also von Anfang an eine der wichtigsten Aufgaben der Eremitenbrüder auf dem Berg Karmel.

Der Berg Karmel wird in der Bibel nicht nur als fruchtbarer Ort von besonderer Schönheit beschrieben, sondern ist auch die Wirkungsstätte des Propheten Elija, der von Juden, Christen und Moslems verehrt wird. Die erste Niederlassung der Karmeliten befand sich in der Nähe eines solchen Ortes: "bei der Quelle des Elija". Dort errichteten die Eremitenbrüder für die täg1iche Feier der Eucharistie im Wadi ‘ein-es-Siah ein kleines Oratorium. Es lag inmitten ihrer Zellen und war der Jungfrau Maria geweiht, der "Herrin des Ortes". Nach Jacques de Vitry, einem bekannten Historiker dieser Zeit lebten sie hier, "wo sie in bienenkorbförmigen. bescheidenen Zellen, gleichsam als Bienen des Herrn, wie Honig geistliche Süßigkeit bereiteten“.

Sowohl das Apostolische Schreiben "Tertio Millenio Adveniente" sowie die Verkündigungsbulle für das Jubeljahr 2000 "Incarnationis Mysterium" Johannes Paul II, nennen als Motive Pilgerschaft, Jerusalem und den Dialog zwischen den Religionen. Im zuletzt genannten Text schreibt der Papst: "Das Jubiläum möge ein weiterer Schritt für den gegenseitigen Dialog sein, bis wir eines Tages alle zusammen, Juden, Christen und Moslems, uns in Jerusalem ein Friedenszeichen geben werden."

Im .Jubeljahr 2000 wollen die Karmeliten mit diesem Haus, Pilgern die nach Rom kommen Gastfreundschaft gewähren und eine Brücke zwischen Rom und Jerusalem, zwischen Ost und West und zwischen Juden. Christen und Moslems sein. Sie wollen ein Zeichen setzen für die Förderung des Dialogs unter den Völkern und des Friedens und dadurch einige wichtige Aspekte ihrer Wurzeln und ihres Charismas durch eine Inkulturation des Glaubens wiederentdecken.